Altersvorsorge:
Heute planen, morgen frei entscheiden

Wie möchten Sie später leben? Eine durchdachte Altersvorsorge hilft dabei, den eigenen Lebensstandard im Ruhestand zu sichern und finanzielle Spielräume zu erhalten. Gemeinsam betrachten wir Ihre gesetzliche Rente, bestehende Betriebsrenten und private Vorsorgelösungen – und entwickeln daraus ein Konzept, das zu Ihrem Leben passt.

KURZ ERKLÄRT

Wie lässt sich die Altersvorsorge sinnvoll aufbauen?

Gesetzliche Rente als Grundlage verstehen

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bildet die gesetzliche Rentenversicherung die wichtigste Basis im Ruhestand. Die persönliche Renteninformation zeigt, welche Ansprüche bereits erworben wurden und mit welcher gesetzlichen Rente bei gleichbleibender Beitragsentwicklung voraussichtlich gerechnet werden kann.

Frau prüft zu Hause ihre Rentenunterlagen und bestehenden Altersvorsorgeansprüche.
Angestellter bespricht mit einer Beraterin die betriebliche Altersvorsorge am Arbeitsplatz.

Betriebliche Altersvorsorge nutzen

Über eine betriebliche Altersvorsorge können Beschäftigte zusätzlich für den Ruhestand vorsorgen. Bei der Entgeltumwandlung wird ein Teil des künftigen Bruttogehalts in eine Betriebsrente eingezahlt. Soweit der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart, ist grundsätzlich ein Arbeitgeberzuschuss vorgesehen; tarifvertragliche Regelungen können davon abweichen.

Private Vorsorge gezielt ergänzen

Private Altersvorsorge kann individuell gestaltet werden – beispielsweise über eine private Rentenversicherung, fondsgebundene Lösungen, Wertpapiersparen oder eine selbst genutzte Immobilie. Entscheidend ist, dass Sicherheit, Renditechancen, Kosten und Verfügbarkeit zu den persönlichen Zielen passen.

Hände mit Rechner, Smartphone und Notizbuch bei der Planung einer privaten Altersvorsorge.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Worauf kommt es bei Ihrer Altersvorsorge an?

Eine gute Altersvorsorge orientiert sich nicht an einem einzelnen Produkt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Vorsorgebedarf, verfügbarer Sparrate, Anlagehorizont, Risikobereitschaft und gewünschter Auszahlung im Ruhestand.

Möglichst früh beginnen

Je länger das Geld bis zum Ruhestand arbeiten kann, desto geringer kann die erforderliche monatliche Belastung ausfallen. Auch kleinere regelmäßige Beiträge können über einen langen Anlagezeitraum einen wichtigen Beitrag zur Altersvorsorge leisten. Dennoch ist ein späterer Einstieg weiterhin sinnvoll, wenn Sparrate und Strategie realistisch angepasst werden.

Sicherheit und Renditechancen abwägen

Hohe Garantien bieten mehr Planungssicherheit, können jedoch die möglichen Erträge begrenzen. Kapitalmarktorientierte Lösungen bieten langfristig größere Renditechancen, unterliegen dafür aber Wertschwankungen. Die passende Aufteilung richtet sich nach dem Anlagezeitraum und danach, wie viel Risiko Sie tragen möchten.

Kosten transparent vergleichen

Abschluss-, Vertriebs-, Verwaltungs- und Anlagekosten können die spätere Leistung deutlich beeinflussen. Die BaFin weist darauf hin, dass hohe Kosten bei Versicherungsanlageprodukten die Rendite und damit das Ergebnis der Altersvorsorge schmälern können. Deshalb sollten nicht nur prognostizierte Ablaufleistungen, sondern auch Effektivkosten und Vertragsbedingungen verglichen werden.

Flexibilität langfristig mitdenken

Die finanzielle Situation kann sich durch Familiengründung, Immobilienkauf, Selbstständigkeit oder berufliche Veränderungen wandeln. Eine Vorsorgelösung sollte deshalb möglichst klare Möglichkeiten für Beitragsanpassungen, Zuzahlungen, Pausen oder einen veränderten Rentenbeginn bieten. Vor einer Kündigung oder Beitragsfreistellung sollten die langfristigen Folgen sorgfältig geprüft werden.

Häufige Fragen zur Altersvorsorge

Altersvorsorge umfasst alle finanziellen Ansprüche und Vermögenswerte, die später zur Finanzierung des Ruhestands beitragen. Dazu gehören insbesondere die gesetzliche Rente, betriebliche Versorgungsleistungen und private Vorsorge.

Das Drei-Säulen-Modell besteht aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge. Die persönliche Vorsorgestrategie kann mehrere Bausteine aus diesen Bereichen kombinieren.

Grundsätzlich ist ein früher Start vorteilhaft, weil mehr Zeit zum Sparen und für mögliche Erträge zur Verfügung steht. Trotzdem ist es nie zu spät, die eigene Situation zu prüfen und vorhandene Lücken gezielt zu verkleinern.

Ausgangspunkt sind die voraussichtlichen gesetzlichen, betrieblichen und privaten Alterseinkünfte. Diesen wird der geschätzte monatliche Bedarf im Ruhestand gegenübergestellt. Die persönliche Renteninformation sowie die Digitale Rentenübersicht liefern dafür wichtige Grundlagen.

Die Deutsche Rentenversicherung versendet die Renteninformation grundsätzlich jährlich an Versicherte, die mindestens 27 Jahre alt sind und mindestens fünf Jahre mit Beitragszeiten erworben haben. Sie enthält unter anderem die bereits erworbenen und die voraussichtlich erreichbaren Rentenansprüche.

Die Digitale Rentenübersicht ist ein kostenloses Portal, in dem Ansprüche aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge zusammengeführt werden können. Dadurch entsteht ein besserer Gesamtüberblick über die voraussichtliche finanzielle Situation im Ruhestand.

Eine pauschale Sparquote passt nicht zu jeder Lebenssituation. Die erforderliche Summe hängt unter anderem von der erwarteten Rente, dem gewünschten Lebensstandard, dem Zeitraum bis zum Ruhestand, bereits vorhandenem Vermögen und der gewählten Anlageform ab.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge wird über den Arbeitgeber eine zusätzliche Versorgung für den Ruhestand aufgebaut. Die Finanzierung kann durch den Arbeitgeber, die Arbeitnehmerin beziehungsweise den Arbeitnehmer oder gemeinsam erfolgen. Beschäftigte haben grundsätzlich die Möglichkeit, Teile ihres künftigen Entgelts umzuwandeln.

Bei einer Entgeltumwandlung ist grundsätzlich ein Zuschuss von 15 Prozent des umgewandelten Entgelts vorgesehen, soweit der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart. Tarifverträge können abweichende Regelungen enthalten.

Eine private Rentenversicherung dient dem langfristigen Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge. Je nach Tarif kann sie stärker sicherheitsorientiert, fondsgebunden oder als Kombination verschiedener Anlageformen gestaltet sein. Häufig besteht die Möglichkeit, später eine lebenslange Rente zu erhalten. Garantien, Kosten, Anlagekonzept und Auszahlungsbedingungen unterscheiden sich zwischen den Angeboten.

Ein ETF-Sparplan ermöglicht einen vergleichsweise direkten und flexiblen Kapitalaufbau über Wertpapiermärkte, enthält aber normalerweise keine automatisch garantierte lebenslange Rentenzahlung. Eine private Rentenversicherung kann Kapitalanlage und lebenslange Rentenleistung verbinden, verursacht jedoch vertragsspezifische Kosten. Welche Lösung besser passt, hängt von Flexibilitätsbedarf, Anlageerfahrung, Risikobereitschaft und gewünschter Auszahlung ab.

Zur geförderten Vorsorge können unter anderem die betriebliche Altersvorsorge, Riester-Verträge und die Basis- beziehungsweise Rürup-Rente gehören. Welche Förderung tatsächlich genutzt werden kann, hängt von der persönlichen und beruflichen Situation sowie den jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen ab. Da die steuerlich geförderte private Altersvorsorge derzeit reformiert wird, sollten Förderfähigkeit und Konditionen zum Beratungszeitpunkt aktuell geprüft werden.

PERSÖNLICH BERATEN LASSEN

Passt Ihre Altersvorsorge noch zu Ihren Zukunftsplänen?

Wir erfassen Ihre vorhandenen Ansprüche, berechnen den möglichen zusätzlichen Vorsorgebedarf und vergleichen passende Lösungen. Dabei berücksichtigen wir nicht nur mögliche Leistungen, sondern auch Kosten, Flexibilität, Sicherheit und Ihre persönliche Lebensplanung.